Coinbase setzt 2026 auf Stablecoins, Base und 'Everything Exchange'
Brian Armstrongs Prioritäten für Coinbase im Jahr 2026
Am 1. Januar 2026 hat Coinbase-CEO Brian Armstrong in einem prominenten X-Post die drei zentralen Prioritäten für das Unternehmen im neuen Jahr offengelegt: 1) Globaler Ausbau der 'Everything Exchange', 2) Skalierung von Stablecoins und Zahlungen, 3) Onchain-Integration via Coinbase Developer Platform und Base-Chain.
„Here are our top priorities for 2026 at Coinbase: 1) Grow the everything exchange globally (crypto, equities, prediction markets, commodities - across spot, futures, and options) 2) Scale stablecoins and payments 3) Bring the world onchain through @CoinbaseDev, @base chain“ - Brian Armstrong, CEO von Coinbase (https://x.com/brian_armstrong/status/2006855956840239265)
Das Ziel: Die „#1 Finanz-App weltweit“ zu werden. Diese Vision entsteht im Kontext regulatorischer Fortschritte wie dem GENIUS Act (Juli 2025), der Stablecoin-Rahmen schafft, und eines Marktes, in dem Stablecoin-Volumen 2025 auf über 300 Milliarden US-Dollar anschwoll (von 206 Mrd.). Coinbase lancierte Ende Dezember 2025 Aktienhandel und Prediction Markets (Cointelegraph DE). Finanziell stark: Q3-2025-Umsatz bei 1,9 Mrd. USD (+26% QoQ, finance.yahoo.com). COIN-Aktie bei 236,90 USD (26.12.2025, ts2.tech).
Dieser Artikel analysiert die Strategie-Säulen, Erfolge, Risiken und Implikationen für Investoren factenbasiert.
Der Ausbau der 'Everything Exchange' mit traditionellen Assets
Coinbase transformiert sich von einer reinen Krypto-Börse zu einer 'Everything Exchange', die Kryptowährungen mit traditionellen Assets wie Aktien, Rohstoffen, Prediction Markets und mehr integriert – über Spot-, Futures- und Optionsmärkte hinweg. Ende Dezember 2025 startete die Plattform den Handel mit Aktien und Prediction Markets auf ihrer Jahreskonferenz (Cointelegraph DE). Dies markiert den Einstieg in 24/7-Handel traditioneller Assets neben Krypto.
Eine strategische Partnerschaft mit Kalshi ermöglicht onchain Prediction Markets zu realen Ereignissen wie Wahlen oder Wirtschaftsdaten (ts2.tech). Geplante Perpetual Futures für Krypto und Aktien unterstreichen die Expansionsambitionen (Cointelegraph DE). Die Akquisition von Deribit für 2,9 Milliarden US-Dollar im Mai 2025 stärkt das globale Derivategeschäft erheblich (ts2.tech). Die Übernahme von The Clearing Company für Prediction Markets soll im Januar 2026 abgeschlossen werden und weitere Kapazitäten schaffen (ts2.tech).
„Coinbase’s aims are directionally sound but overstate near-term feasibility; true adoption hinges on solving real problems, not just moving users onchain for its own sake.“ - Anndy Lian, intergovernmental blockchain advisor (finance.yahoo.com)
Der Umsatz aus Prediction Markets lag Ende 2025 bei rund 2 Milliarden US-Dollar, mit Prognosen für mehrmaliges Wachstum bis 2030 (ts2.tech, zitiert Citizens Financial). Die Wallet-App wurde kürzlich zur 'Allround-App' upgegradet, inklusive Social-Networking-Features und umfassender Onchain-Funktionen (Cointelegraph DE). Dieser Multi-Asset-Ansatz spiegelt Branchentrends wider:
- Börsen wie Binance und OKX entwickeln sich zu Super-Apps (Delphi Digital Report)
- Integration von ETFs und tokenisierten Assets
- 24/7-Verfügbarkeit als Wettbewerbsvorteil
Durch diese Maßnahmen positioniert sich Coinbase als zentrale Plattform für globale Investoren.
Skalierung von Stablecoins und Zahlungsnetzwerken
Die zweite Priorität bildet die Skalierung von Stablecoins und Zahlungen. Als Emittent des prominenten USDC profitiert Coinbase direkt vom rasanten Marktwachstum: Das globale Stablecoin-Volumen stieg im Jahr 2025 von 206 Milliarden auf über 300 Milliarden US-Dollar. Dies wird durch regulatorische Fortschritte wie den GENIUS Act von Juli 2025 angeheizt, der klare Frameworks für Stablecoins schafft und institutionelle Adoption erleichtert.
„Banken könnten im neuen Jahr auf Stablecoins setzen“ - Brian Armstrong, CEO von Coinbase (Cointelegraph DE)
Neue Marktteilnehmer wie Stripe, Fiserv und Klarna intensivieren den Wettbewerb und treiben Innovationen voran (Forbes). Coinbase integriert Stablecoins nahtlos in globale Zahlungssysteme, gestützt durch die Coinbase Developer Platform. Die Base-Chain als effiziente Ethereum Layer-2 optimiert Transaktionen, senkt Gebühren und erhöht die Skalierbarkeit für Stablecoin-basierten Zahlungsverkehr.
Experten wie David Duong, Leiter der Coinbase-Forschung, heben das Potenzial für Tokenisierung realer Assets hervor: „Regulatorische Klarheit boostet institutionelle Adoption, ETFs und Tokenization.“
Wichtige Vorteile von Stablecoins:
- Grenzüberschreitende Zahlungen: Niedrigere Kosten und höhere Geschwindigkeit im Vergleich zu traditionellen Systemen
- Compliance-Fokus: Coinbases regulierungsnaher Ansatz differenziert von Konkurrenten wie Tether
- Beitrag zu Q3-2025-Umsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar
Trotz Konkurrenzdruck bleibt Coinbases Position stark, da es reale Anwendungsfälle priorisiert.
Onchain-Expansion mittels Base-Chain und Developer Platform
Die dritte strategische Säule zielt auf den Einstieg der Welt in die Onchain-Ökonomie ab, realisiert über die Coinbase Developer Platform und die Base-Chain – eine skalierbare Ethereum Layer-2-Blockchain. Base zielt darauf ab, Entwickler weltweit anzuziehen, um dezentrale Anwendungen (dApps) für Stablecoins, Zahlungen, SocialFi und mehr zu entwickeln. Kürzliche Erweiterungen umfassen Upgrades der Wallet-App zu einer multifunktionalen 'Allround-App' mit integrierten Social-Networking-Features und erweiterten Onchain-Fähigkeiten.
„SocialFi bleibt bei Coinbase auch 2026 Priorität“ - Jesse Pollak, Head of Base (Cointelegraph DE)
Coinbase prüft die Einführung eines nativen Tokens für Base, ohne konkreten Zeitplan (finance.yahoo.com). Kritikpunkte bestehen jedoch: Entwickler kritisieren den Umgang mit Creator Coins auf Base als spekulativ (Cointelegraph DE). Die Developer Platform stellt umfassende Tools bereit, die den Trend zur Tokenisierung realer Assets und institutioneller Krypto-Adoption unterstützen, inklusive ETFs.
David Duong, Coinbase Research Head, unterstreicht: Regulatorische Klarheit als Schlüssel für Wachstum. Vorteile von Base:
- Niedrige Transaktionsgebühren
- Hohe Skalierbarkeit gegenüber L1-Ethereum
- Konkurrenz zu Optimism und Arbitrum
Durch Partnerschaften und Open-Source-Initiativen strebt Coinbase an, Milliarden Nutzer onchain zu bringen, indem es praktische Use-Cases wie DeFi und SocialFi priorisiert. Dies adressiert zentrale Adoption-Hürden effektiv.
Finanzergebnisse, Akquisitionen und Sicherheitsrisiken
Coinbases finanzielle Stärke bildet die solide Basis für die ambitionierten 2026-Pläne: Im dritten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen beeindruckende 1,9 Milliarden US-Dollar Umsatz, was einem Wachstum von 26 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht (finance.yahoo.com). Der Aktienkurs der Coinbase Global Inc. (COIN) notierte am 26. Dezember 2025 bei etwa 236,90 US-Dollar, was auf anhaltendes Investorenvertrauen hinweist (ts2.tech).
Strategische Akquisitionen unterstreichen die Expansionsstrategie:
- 01.Deribit im Mai 2025 für 2,9 Milliarden US-Dollar – Stärkung des Derivate- und Futures-Markts
- 02.The Clearing Company (erwartet Januar 2026) – Expertise in Prediction Markets
Konkurrenten wie Binance, OKX und Robinhood verfolgen vergleichbare Wege zu multi-service Plattformen oder Super-Apps, wie der Delphi Digital Report analysiert.
Ein Schatten fällt jedoch durch den Sicherheitsvorfall 2025: Cyberkriminelle bestachen ausgelagerte Kundensupport-Mitarbeiter im Ausland, um sensible Kundendaten zu erschleichen (Cointelegraph DE). Coinbase reagierte prompt mit internen Audits, Schulungen und verstärkten Sicherheitsprotokollen.
„Die Strategie ist richtungsweisend, überschätzt aber die kurzfristige Umsetzbarkeit“ - Anndy Lian (paraphrasiert, finance.yahoo.com)
Breitere Trends wie ETFs, Tokenisierung und regulatorische Klarheit bieten Chancen. Langfristig hängt der Erfolg von Stabilität, Adoption und Risikomanagement ab, was Investoren prüfen sollten.
Strategische Perspektiven und Ausblick für 2026
Zusammenfassung und Ausblick: Coinbase positioniert sich für 2026 als führende 'Everything Exchange', mit klarem Fokus auf Stablecoins, Zahlungen und Onchain-Wachstum via Base und Developer Platform. CEO Brian Armstrongs Prioritäten versprechen eine Brücke zwischen traditionellem Finanzwesen und Krypto, gestützt durch starke Q3-2025-Einnahmen von 1,9 Milliarden US-Dollar und gezielte Akquisitionen.
Positive Faktoren:
- Regulatorische Tailwinds (GENIUS Act)
- Marktwachstum Stablecoins (>300 Mrd. USD)
- Technische Innovationen (Base L2, Wallet-Upgrades)
Herausforderungen umfassen Sicherheitsrisiken, Entwicklerkritik an Creator Coins und intensive Konkurrenz. Expertenstimmen wie Anndy Lian mahnen zur Vorsicht:
„Coinbase’s aims are directionally sound but overstate near-term feasibility; true adoption hinges on solving real problems“ - Anndy Lian, intergovernmental blockchain advisor
Für Anleger und Geschäftsleser birgt die Strategie hohes Potenzial in einem expandierenden Sektor, birgt jedoch Risiken durch Volatilität und Regulierung. Coinbase könnte die Nummer-eins-Finanz-App werden, wenn es reale Nutzerprobleme löst. Die Entwicklungen im Jahr 2026 verdienen kontinuierliche Beobachtung.
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