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Edelmetalle-Rally zu Jahresbeginn: Silber boomt durch chinesische Exportkontrollen

Edelmetalle starten stark ins Jahr 2026: Silber im Rampenlicht

Die Edelmetalle-Rally setzt sich zu Jahresbeginn 2026 fort. Am Freitag, 2. Januar, stieg der Silber-Spotpreis um 0,7 Prozent auf 71,77 US-Dollar pro Unze, nachdem er Ende Dezember 2025 ein Allzeithoch von 83,62 bis 84,01 Dollar erreicht hatte (CNBC, Yahoo Finance). Gold hielt sich stabil bei 4.313,29 Dollar pro Unze, nahe dem Rekordhoch von 4.549,71 Dollar am 26. Dezember 2025. Platin gewann 3,5 Prozent auf 2.125,80 Dollar, Palladium 2 Prozent auf 1.636,43 Dollar.

Diese Entwicklungen werden primär durch chinesische Exportkontrollen für Silber ab dem 1. Januar 2026 angetrieben, die Lizenzen für Ausfuhren vorschreiben. China, zweitgrößter Silberproduzent nach Mexiko mit rund 3.300 Tonnen im Jahr 2024, exportierte in den ersten elf Monaten 2025 über 4.600 Tonnen (USGS, Wind Information via CNBC). Nur 44 Unternehmen erhielten für 2026/2027 Exportgenehmigungen.

Zusätzlich befeuern Zinssenkungserwartungen der US-Notenbank – Märkte preisen mindestens zwei 25-Basispunkte-Senkungen 2026 ein – und anhaltende Versorgungsdefizite (fünftes Jahr in Folge) den Aufwärtstrend. Silber profitierte 2025 von 147 bis 181 Prozent Zuwachs, Gold von 64 Prozent.

„We are continuing to see the market talk about cuts in March and maybe another cut later this year... that combination with significant talk about markets potentially being at risk with tariffs and continued U.S. debt are all kind of moving gold, silver, platinum, and palladium higher.“ – Bart Melek, TD Securities (CNBC).

Dieser Artikel beleuchtet die Treiber, Hintergründe und Ausblick für die Edelmetalle-Märkte.

Silbers explosive Rally: Rekorde und Jahresbilanz 2025

Silber übertraf 2025 alle Erwartungen und schloss das Jahr mit Gewinnen von 147 Prozent (CNBC) bis 181 Prozent YTD (Turkiye Today) ab. Der Preis erreichte Ende Dezember ein historisches Hoch von 83,62 bis 84,01 US-Dollar pro Unze, gefolgt von Gewinnmitnahmen und einem Rückgang um 11 Prozent bis Jahresende aufgrund dünner Liquidität und überkaufter RSI-Werte (Yahoo Finance).

Am 2. Januar 2026 konsolidierte der Spotpreis bei 71,77 Dollar. Die CME erhöhte zudem die Margenanforderungen für Silber-Futures, was die Volatilität verstärkte (Boersen-Zeitung).

Hauptursachen für den Boom:

  • Fünftes Jahr des Markversorgungsdefizits: Silber als Nebenprodukt anderer Metalle (z. B. Kupfer, Zink) mit inelastischem Angebot.
  • Steigende Industrie-Nachfrage: Elektronik, Solarpaneele, Elektrofahrzeuge, Verteidigung.
  • US-Klassifizierung als kritische Mineralien im November 2025.
  • Physische Prämien in Asien: Shanghai-Silber über 8 Dollar über London, physische Käufe 8-10 Dollar über Spot (CNBC).
„This is not good. Silver is needed in many industrial processes.“ – Elon Musk (CNBC, Yahoo).
„The speculative atmosphere is very strong... hype around tight spot supply, and it’s a bit extreme now.“ – Wang Yanqing, China Futures Ltd. (Yahoo Finance).

Materialien wurden vor potenziellen US-Zöllen auf Silberimporte nach New York verschifft (Boersen-Zeitung).

Chinas strategische Exportbeschränkungen für Silber

China hat Silber ab dem 1. Januar 2026 zu einem strategischen Rohstoff hochgestuft und Exportlizenzen eingeführt, ähnlich wie bei Seltenerden. Die Maßnahme wurde im Oktober 2025 angekündigt, inmitten esklierender US-China-Spannungen (CNBC). Nur 44 Unternehmen wurden für Exporte in 2026/2027 genehmigt.

Als zweitgrößter Produzent mit 3.300 Tonnen 2024 exportierte China in den ersten elf Monaten 2025 über 4.600 Tonnen, bei Importen von nur 220 Tonnen (USGS, Wind via CNBC). Dies unterstreicht Chinas Dominanz und die potenzielle Knappheit durch Kontrollen.

Ähnliche Restriktionen gelten für Wolfram und Antimon. Das Trump-Xi-Treffen im Oktober 2025 führte zu einer temporären Pause bei Seltenerden, doch Silber folgt nun (CNBC).

Marktakteure erwarten höhere Preise: Einige Experten prognostizieren 100 Dollar pro Unze im Jahr 2026 (Boersen-Zeitung).

„Don’t read into massive moves... Monday’s decline is mostly due to profit-taking after a strong seasonal rally.“ – Michael Haigh, Societe Generale (Yahoo Finance).

Die Kontrollen verstärken die globale Versorgungsunsicherheit und treiben Investoren in Edelmetalle.

Gold, Platin und Palladium: Der breitere Edelmetalle-Trend

Während Silber führt, profitieren auch andere Edelmetalle. Gold stieg 2025 um 64 Prozent und notierte am 2. Januar 2026 bei 4.313,29 Dollar (Hoch: 4.402,06 Dollar), nach Rekord 4.549,71 Dollar am 26. Dezember. US-Gold-Futures Februar 2026: 4.329,60 Dollar (-0,3 Prozent).

Platin gewann 127 Prozent 2025, Spot 2.125,80 Dollar (+3,5 Prozent), Rekord 2.478,50 Dollar. Palladium +76 Prozent, bei 1.636,43 Dollar (+2 Prozent).

Treiber:

  • Schwächerer US-Dollar (-9,5 Prozent 2025).
  • Geopolitische Risiken: Iran-Unruhen, Ukraine, Gaza.
  • Steigende chinesische Goldimporte über Hongkong.
  • Retail-Investoren-Frenzy.
„Technically, February gold futures bulls’ next upside price objective is to produce a close above solid resistance at the contract/record high of $4,584.“ – Jim Wyckoff, Kitco Metals (CNBC).

Gold dient weiter als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten mit US-Schulden und Zollängsten.

Makroökonomische und industrielle Treiber der Rally

Die Rally wird durch mehrere Faktoren gestützt. Märkte erwarten zwei 25-Basispunkte-Zinssenkungen der Fed 2026, was Edelmetalle begünstigt.

Versorgungsdefizite beim Silber (fünftes Jahr), begrenztes Angebot als Nebenprodukt. Industrielle Nachfrage boomt durch Solar, EVs, Elektronik, Verteidigung.

Breiterer Kontext:

  1. 01.US-Zoll- und Schuldenängste unter Trump.
  2. 02.Physische Knappheitssignale: Hohe Prämien in Asien.
  3. 03.Retail- und institutionelle Nachfrage.
„Silber price could move from ~$74/oz to $100/oz in 2026“ – Markt-Experten (Boersen-Zeitung).

Trotz Korrekturen Ende 2025 (Silber -5 Prozent Gold) aufgrund Profit-Taking bleibt die Dynamik intakt. Die schwächende USD-Währung und geopolitische Unsicherheiten unterstützen den Trend.

Ausblick für Edelmetalle: Chancen und Herausforderungen 2026

Zusammenfassend bleibt die Edelmetalle-Rally durch chinesische Exportkontrollen, Fed-Easing und strukturelle Knappheit besonders beim Silber intakt. Preise könnten weiter steigen, mit Zielen bei 100 Dollar für Silber und neuen Gold-Rekorden.

Risiken umfassen Gewinnmitnahmen, höhere Margen und abnehmende Spekulation. Dennoch sehen Investoren Potenzial in unsicheren Zeiten.

„The combination with significant talk about markets potentially being at risk with tariffs and continued U.S. debt are all kind of moving gold, silver... higher.“ – Bart Melek (CNBC).

Anleger sollten physische Märkte und offizielle Quellen beobachten, um Chancen zu nutzen.